Text: Andreas Häußler, Fotos: Simon Freese, Oliver Witzke, Jörg Schirmacher, 8.3.2023

Der Kölntrail ? ist eine Möglichkeit, nahezu ausschließlich über Waldwege nach Köln zu kommen. Dazu hätte wohl der Kölntrail 45 ab Solingen gereicht, den einige Teilnehmer gewählt haben. Eine schöne Tour. Andere wiederum wollten in Wuppertal starten (Kölntrail 80) oder eben erst von Solingen dahin laufen. Fragt nicht, warum man so etwas macht. Isso.
In der Tat ging es um 5 Uhr morgens beim Organisator Oliver los (der übrigens die ganze Aktion, VP-Betreuung, Nachhausefahrt von Teilnehmern und gelegentliche Fotofallen alleine gestemmt hat ? Danke dir Oli) und wir liefen über (mir) bekannte Pfade im Tal der Wupper und rauf über das Burgholz nach Wuppertal, wo die Stadt morgens erwachte und wir quasi von oben reinkullerten. Dort holten wir die 80er ab und es ging über die Universität, bei der ich mich diesmal zum Erstaunen einiger nicht verlief, zum Skulpturenpark, wo man im winterlichen Wald ein Exponat von Daniel Craig (oder war es Tony Cragg ?) gut erkennen konnte. Dann wurde es im Gelpetal sehr schmal und verwunschen, der zugewachsenste Weg ist immer noch der richtige, und nach einer Stippvisite am Remscheider Clemenshammer ging es zurück nach Wuppertal.
Direkter Weg ist anders! Aber wenn man die schönsten Stellen mitnehmen will, ist das so. Keine Straßenbahn heute im Kaltenbachtal und in Solingen waren die Wege gut passierbar.
So trafen wir dann bei Oli wieder ein, um die 45er abzuholen. Die ließen sich von unseren gezeichneten Minen (immerhin hatten wir schon die ersten knapp 2000hm intus) nicht abschrecken. Das schöne an diesem Teil ist ja, bis auf gelegentliche Kotzberge und Schlossberge geht es eigentlich nur bergab. Hinter Schloss Burg, wo das obligatorische Gruppengesamtfoto nicht fehlen durfte, kam nach einem kurzen Stück Wermelskirchen das Urwaldstück „Beutelshufe“ wo man sich durchschlagen musste. Abgesehen von ein bisschen Bachhüpfen (Memo an mich selbst: Hinter den Büschen abbiegen, dann kommt man besser auf den Weg…) ging es aber ganz locker durch.
Danach das schöne Eifgenbachtal, was sich aber zog (wie immer), und die Aussicht auf vegane Brühe und Waffeln (!) immer verlockender wurde.
Die gab es dann bei Altenberg in der Tat und ich durfte mich endlich der hier gegründeten Besengruppe anschließen, in der fortan mein extrem langsames Lauftempo nicht mehr alle anderen aufgehalten hat. Zwischendurch bedurfte es immer wieder der lieben Claudia um mich abzuholen. Die kann das einfach ❤️ Ich fand es eben heute sehr anstrengend und mein Rücken- und Hüftproblem bremst mich auch ziemlich aus. Aber noch nicht so, dass ich ganz stehenbleiben würde ? (Training, Training, Training…)
Das Einholen der Strava-Segmentkronen habe ich dann mal Leonie überlassen, die bei manchen Bergen dann vorlaufen durfte, um im Rahmen ihres 100km-Laufes den örtlichen Sprintern ihr Segment wegzunehmen, wo man gerade da ist. Ich mag das ?. Neben Leonie hat auch Volker die komplette Strecke gerockt!
Überhaupt war die Gruppe diesmal extrem homogen und stark, was ich aus ungewohnter Position als Letzter gut beobachten konnte. Hin- und wieder wusste aber eben nur ich, in welchen komischen Pfad es rein ging, das waren dann so meine Tricks, um wieder nach vorne zu kommen ?
Ich kann diesen Traillauf jedem, der mal die Schönheit des Bergischen Landes kennenlernen möchte, nur empfehlen. Ein Lauf voller unterschiedlicher Eindrücke und zum Schluss auf einmal Köln Mülheim und der Dom. Das ist der Kölntrail.

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