Wir hatten eine einigermaßen angenehme Nacht in der schönen großen Turnhalle in Mühlheim-Kärlich hinter uns, keine beengten Verhältnisse und da es eine relativ neue Halle ist, gute sänitäre Anlagen.

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Was nicht so toll war, waren die Wetterprognosen, doch heute wendete sich das Ganze tatsächlich noch zum Guten. Jedoch, pünktlich zu meinem Start (schnelle Gruppe) öffneten sich die Schleusen und es goss heftig. War nun einmal so und ließ sich nicht ändern, also warum groß jammern? Mir fiel auf, dass diese Startgruppe heute um einiges größer war – und promt legten einige los wie die Feuerwehr – ein Schnitt deutlich unter 6er Pace wurde da gelaufen, schätzte ich. Hat das nun was mit dem Starkregen oder mit der relativ kurzen Etappe (gut 55km) zu tun? Mir erschloss sich das nicht. Ich machte da nicht mit und begann mit knapp unter 6:30 min/km. Doch nach wenigen KM (erst mal weg vom Rhein) ging es einen Weinberg ziemlich heftig hoch, somit kein reeller Durchschnitt mehr möglich, auch wenn es nachher wieder abwärts ging, überschwemmter Weg und längere Ampelstopps Richtung Koblenz drückten die Pace.

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In Koblenz schoss ich ein paar Fotos mit der Handykamera und schon ging es über die Mosel Richtung „deutsches Eck“, wo Rhein und Mosel zusammenfließen. Dann musste ich weniger auf Markierungen achten und nahm Fahrt auf – bedeutete heute, durchaus auch mal ein KM unter 6min und sehr viele KM imi Bereich von 6:15-6:20. Ich überlegte, ob das nicht zu schnell war, ließ es dann aber größtenteils rollen. Nun bremsten nur noch VPs oder mehrere Fotostopps. Irgendwann konnte ich wirklich meine Wind-/Regenjacke komplett ausziehen um sie mir umbinden – ein schönes Gefühl. Sogar die Sonne kam immer öfter mal raus – das machte mich sicherlich nicht langsamer!

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Die Halbmarathonmarke war auch heute wieder der Zeitpunkt, wo ich mehrfach Starter aus Startgruppe1 überholte. War mir fast peinlich, zu sehen, wie sie sich abrackern (gehen) und ich „fliege“ wahrscheinlich an ihnen vorbei (ich vermutete, dass sie es so empfinden könnten).

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Nach dem Städtchen Braubach liefen wir die langgezogenen Rheinschleife, die erst mit der Ortschaft Boppard endete. Hier wurden wir kurz durch das Ortszentrum geleitet, bevor es wieder näher zum Rhein ging. Hier waren viele Touristen am Rhein unterwegs, Richtung Sankt Goar (dort ist der Loreley-Felsen) wurde das noch mehr.

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Nach einigen Kurzpausen für Fotos, nahm ich wieder richtig Fahrt auf ud konnte einige KM mit 6min bzw knapp darunter laufen. Dann kam das heftige Ende. Nach Oberwesel rein erstmal gemäßigt berauf, dann der Aufstieg zur Burg, wo die Jugendherberge thront. Alleine für den letzten KM brauchte ich ca 11-12min – nun gut ein Foto runter zum Rhein samt Kirche Oberwesel mußte auch noch sein. Nach 6:11Std schlug ich am Zielbanner an. HURRA – was für ein tolle Strecke, welch fantastischer Tag!

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T11 AWie gehabt sind alle LG Ultraläufer gut durchgekommen, wobei es auch bei Stefan Daum wieder etwas besser lief. Karl Rohwedder sagte, er hat eher etwas Tempo rausgenommen.

Mit dem Einchecken unserer Zimmer mussten wir noch etwas warten, einige waren einfach zu schnell. Doch dann konnten wir unsere relativ komfortablen Zimmer belegen und zum Abendessen wurde ein kleines Büffet mit vielen Nudelngerichten serviert. Dann ließen wir noch unseren Veranstalter Oliver Witzke hochleben, Er feierte heute seinen 43.Geburtstag – was für ein „junges Gemüse“.
Morgen geht es 67km mit diversen HM – ich bin schon gespannt, was meine Achillessehne dazu sagt..

Text und Fotos: Roland Krauss, 26.7.2017

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