Für viele Ultraläufer endet die jährliche Wettkampfsaison beim Marathon im Siebengebirge, der traditionell am zweiten Advent ausgerichtet wird. Nach Anmeldezahl hätten wir sogar fast den Titel „teilnahmestärkster Verein“ gewonnen, aber einige mussten leider kurzfristig wegen Erkältung absagen. Zunächst trifft man sich Bürgerhaus in Königswinter Aegidienberg, um die Startnummern abzuholen oder bei Bedarf noch zu frühstücken. Bevor wir von dort zum Startbereich gingen, nutzten wir die Chance für ein obligatorisch unvollständiges Vereinsfoto.

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Sabine Hellwig, Matthias Kröling, Miriam Kudermann, Michael Irrgang, Stefan Henscheid, Katrin Gottschalk und Mario Luther.

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Am Start traf ich dann eher zufällig noch Michael Wiesner und Andreas Fölting.

War total schön, so viele von uns wieder zu sehen. Am Ende des Jahres gibt es ja auch viele Erlebnisse und Pläne auszutauschen und so verging die Zeit wie im Flug.

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Die beiden Kölner Mario und Matze teilen schon viele gemeinsame Erlebnisse. Heute sollte es nur ein gemütlicher Marathon werden.

Etwa 400 Starter befanden sich irgendwo im Wald auf einer Pferdekoppel und warteten auf den Startschuss, der irgendwann unspektakulär erfolgte. Das Briefing gab es zuvor bereits in der Halle.

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Ich lief weite Teile der Strecke mit Mario und wir verbrachten einen sehr angenehmen Tag. Das Wetter sollte eigentlich stürmisch und regnerisch werden, aber wir hatten echt Glück, denn es war überwiegend trocken, windstill und mit etwa 10 Grad sogar ausgesprochen warm. Als Wetterpessimist und Kälte-Nichtvertrager war ich vermutlich der einzige, der unter seiner Regenjacke ein Langarmshirt trug.

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Ein Stimmungsnest mitten im Wald – mit Karnevalsmusik, Streckensprecher und super gelaunten VP-Betreuern. Da ging es mir zugegebenermaßen schon nicht mehr so gut. Der Kobolt war körperlich noch nicht verdaut und die Erkältung der letzten Woche hatte irgendwie auch Kräfte aus dem Körper gezogen. Puh! War alles härter als geplant und gedacht.

Aber Mario, der einen super Tag erwischt hatte und deutlich schneller gekonnt hätte, blieb bei mir und ließ die Zeit und Strecke recht kurzweilig erscheinen und so erreichten wir gemeinsam nach ca 5 Stunden das Ziel.

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Wir kamen gerade rechtzeitig zum Beginn der Siegerehrung und erfuhren, dass Katrin in der Gesamtwertung der Frauen den dritten Platz belegt hat. Sagenhaft. SG6Die Siebengebirgsstrecke ist trotz ihrer knapp 700 Höhenmeter gut laufbar, aber wenn man die Strecke nicht kennt, ist es schwer, sich die Kräfte klug einzuteilen und überhaupt lief Katrin erst letzte Woche in Hongkong einen Berglauf, bei dem man die Höhenmeter in endlosen Treppen abarbeitet und der ihr aufgrund der ungewohnten Belastung noch gestern Muskelkater bescherte. Respekt und Gratulation zu der super Leistung!

Im Ziel gab es eine sehr schöne Medaille als Lohn für einen schönen Lauf mit einem erfolgreichen Finish.

Text: Michael Irrgang, Bilder: Michael Irrgang, Mario Luther, 8.12.2019

 

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