Text: Philipp Strobel, Bilder: Anna-Lena Franke, 14.6.2023

Die LG Ultralauf kann auch kurz und schnell!

Bei den diesjährigen Rheinland-Pfalz Meisterschaften über die 5000 Meter in Ingelheim war auch erstmalig die LG Ultralauf vertreten.
Da das Training der vergangenen 3 Monate gut gezündet hatte und ich in guter Form war, habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen, mich für die 5000m zu melden. Mitte Mai konnte ich mich über einen dritten Platz beim Energie Südwest-Cup in Landau über die 5 Kilometer freuen. Das machte auch Hoffnung auf eine gute Platzierung, wenn die letzen Trainingseinheiten noch gut verlaufen. Mit gestärkten Selbstvertrauen bin ich am 11.06 morgens um kurz vor 7 Uhr nach Ingelheim gereist. Die Temperatur stieg jetzt schon auf über 20 Grad, da wusste ich es wird eine Hitzeschlacht geben!
Eine gute dreiviertel Stunde vor Start ging es zum Warmlaufen. Zwei drei lockere Kilometer mit ein paar Steigerungsläufen und ABC-Läufen. So langsam kam auch die Nervosität, da dies auch mein aller erster Bahnwettkampf ist.
Laut Meldezeiten der anderen Läufer ein starkes Feld, einige zwischen 14:55 und 16:00 Minuten. Aber der Fokus lag nun auf meinem eigenen Rennen! Mit den ganz schnellen Läufern kann ich nicht mithalten, somit musste eine eigene Taktik her.
Im Tapering und den letzten Intervalleinheiten haben sich 80′ Runden sehr gut angefühlt. Schnell, kontrolliert aber nicht am Limit.
Also war die Renntaktik ganz klar, mit 80′ Runden starten, gut durchhalten, den fiesen 4. Kilometer irgendwie mental überstehen, um dann noch einmal zum Schlussspurt ansetzen zu können und alles rauszuholen, was in mir ist!
Um 9.30 Uhr fiel der Startschuss. 11 der 13 gemeldeten Teilnehmer gingen an den Start.
Der Start verlief gut und kontrolliert. Die Führungsgruppe, bestehend aus 4 Läufern, hat sich nach gut einer Runde leicht abgesetzt.
Meine Uhr sagte 77′, 78′, 78′ für die ersten drei Runden. Somit war ich ganz leicht über meiner angestrebten Pace unterwegs.
Das Körpergefühl war aber gut und somit ging das auch in Ordnung. Jetzt ging das Rennen so langsam los, einen Läufer konnte ich nach ca. 4 Runden überholen. Und konnte mich auf Platz 7 vorschieben. Das hat mir Mut gegeben und ich fragte mich was heute noch so drin ist?
Die Sonne hat auch langsam ihren Tribut gezollt, die Schritte wurden länger und schwerer, die Anstrengung nahm zu, aber ich konnte auf den nächsten Läufer ranlaufen! Jetzt ging es darum mit ihm mitzuziehen, komme was wolle! Runde um Runde verging, ich ließ aber nicht abreißen!
Kurz vor der 11. Runde nahm ich meinen Mut zusammen und setzte zum Schlussspurt an, wie ich es mir erhofft hatte.
Ich ging an meinem Konkurrenten vorbei und versuchte nochmal die letzten Körner zu verbraten! Nur noch eine Runde bis zum Ziel!
„Beiß dich durch!“, sagte ich mir und hielt das Tempo so hoch ich konnte! „Da! Die letzte Kurve!“ „Jetzt noch einmal 100 Meter sprinten, dann ist es geschafft!
IM ZIEL!
Mit 16:43 und dem 6. Platz bin ich wirklich zufrieden. Ein hartes, aber ein schönes Rennen!
Wenn es etwas kühler gewesen wäre, wären eventuell ein paar Sekunden noch drin gewesen, aber das ist am Ende nebensächlich.
Es war ein tolles Gefühl für die LG Ultralauf zu starten! Ich freue mich schon bald wieder die LG Ultralauf bei Wettkämpfen zu repräsentieren.

PS: Das weiße Singlet macht sich bei der Sonne extrem gut!

Link zu den Ergebnissen

RLP2RLP3RLP4RLP5RLP1

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