„Drei Monate vor dem von uns geplanten Veranstaltungsdatum für die DM im 24h-Lauf müssen wir feststellen, dass es keine Aussichten auf eine erfolgreiche Durchführung gibt.“ Mit diesen Worten stellte LG Ultralauf-Präsident Klaus Haake das fest, was das gesamte Präsidium versuchte abzuwenden.

Durch den DLV und die DUV war lange ein Ausrichter für die Deutsche Meisterschaft im 24h-Lauf gesucht worden. Ohne Erfolg. „Es hätten sich keine Ausrichter für die DM gefunden“ so Klaus, und weiter: „Wir wären gern eingesprungen, um für die deutsche Ultralaufszene in 2021 wieder eine Meisterschaft auszurichten, nachdem diese bereits im vergangenen Jahr Coronabedingt ausfallen musste. Die Ankündigung der Ausrichtung war zu einem Zeitpunkt erfolgt, zu dem noch alle Beteiligten hoffnungsfroh in die Zukunft blickten.“ Klaus dazu: „Wir alle haben uns darauf gefreut. Dann änderte sich die Pandemiesituation, die Zahlen stiegen wieder und die Situation ist eine völlig andere.“ Das machte die Absage aber auch nicht einfacher.

Gemeinsam mit den Sportfreunden von Adler-Langlauf Bottrop waren erste Ideen und Planungen vorangetrieben worden. Durch die jahrelange Verbindung beider Vereine wurde zunächst mit viel Engagement versucht, die Rahmenbedingungen abzustecken. Klaus: „Es gab dazu viele Telefonate und Videokonferenzen zwischen den Vereinen. Insbesondere Michael Irrgang hat sich als Teil des Präsidiums erneut als Ideengeber und Problemlöser der Sache angenommen und mit viel Enthusiasmus vorangetrieben.“ Durch die aktuelle Lage und die sich ändernden Bedingungen der Pandemie war es zuletzt aber nicht mehr möglich, die Organisation weiter voranzutreiben. Alle Beteiligten haben sehr um Kompromisse gerungen, beide Vereine haben alles mobilisiert was notwendig war, um einen Lauf vorzubereiten“, so Klaus. Aber in einer mehrheitlichen Entscheidung des Präsidiums wurde dann das Aus für die Planungen beschlossen.

Probleme bereiteten den beiden Vereinen auch fehlende Zusagen des DLV und der DUV rund um die Rahmenbedingungen, unter denen eine offizielle Bewerbung überhaupt hätte erfolgen können. Einerseits wurden Forderungen ausgesprochen, aber keine verbindlichen Zusagen getroffen oder konkrete Unterstützung zugesagt. „Darüber hinaus gab es insbesondere im Zusammenhang mit den Startgeldern unüberwindbare Hindernisse, die auch durch die DUV nicht beseitigt werden konnten.“ Und Klaus führt weiter aus: „Uns alle hat die fehlende Anpassungsbereitschaft und die fehlende Flexibilität des DLV an die aktuellen schwierigen Rahmenbedingungen irritiert.“

Wir als LG Ultralauf hätten ausschließlich für den ursprünglich geplanten Termin und eine „echte“ DLV DM als Mitorganisator zur Verfügung gestanden. Eine Verschiebung in die zweite Jahreshälfte war nicht denkbar. Klaus: „In der zweiten Jahreshälfte ist die Dichte bereits geplanter Veranstaltungen sehr hoch und bei der aktuellen Corona Lage wissen wir nicht, wann Veranstaltungen überhaupt durchführbar sind.“

Beiden Vereinen ging es von Anfang an um die Organisation einer DLV DM im 24h-Lauf, um nicht in Konkurrenz mit bereits geplanten 24h-Läufen zu treten, die bereits für Juni 2021 terminiert sind. Wann wir als LG Ultralauf gemeinsam mit Adler-Langlauf Bottrop erneut die Ausrichtung einer großen Laufveranstaltung planen, lässt sich im Moment nicht sagen. Uns verbindet die Freude am Laufen. Mit den Mitgliedern von Adler-Langlauf verbinden wir wunderschöne Erlebnisse in Bottrop. Aber um ein Lauf-Fest zu organisieren, braucht es Planungssicherheit“ sagt Klaus.

„Mir ist es wichtig, noch einmal das Engagement der Mitglieder von Adler-Langlauf hervorzuheben. Trotz aller Widrigkeiten wurde in Bottrop eine neue Strecke nebst Versorgungsgebäude aufgetan“ so Klaus und das sei auch die Basis für einen weiteren Austausch und eine weitere Zusammenarbeit in der Zukunft.

Text: Carsten Bölke, 30.3.2021

Nach oben scrollen