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Ausblick von der Laufstrecke zu Schloss Neuschwanstein

Heute stand die letzte, richtige Laufetappe beim DLL an. Morgen wird wohl eher gewandert bzw gekraxelt. 59KM lang und mit ca 800HM gespickt. Was Probleme machen könnte, war die Witterung – wurde aber nicht ganz so schlimm; nur die Schwüle machte einigen zu schaffen. Ich stand mit einem flauen Magengefühl am Start, konnte gar nicht so recht deuten, woher das kommt. Auch andere kämpften heute mit diesen Problemen, z.T. heftig. Stefan Daum kam noch ins Ziel, ihm ging es hinterher aber nicht gut und er wusste nicht, ob er morgen zur Zugspitze hoch starten kann. Karl Rohwedder hatte es leider heute schon erwischt! Durch Kompensation seiner Achillessehenschmerzen hatte er sich starke Rückenschmerzen zugezogen und musste heute beim VP2 aufgeben. Wirklich schade für ihn! Er hatte so lange gekämpft und durchgehalten und nun so kurz vor Schluss musste er raus. Selbst Holger kämpfte heute mächtig und kam später als erwartet ins Ziel – doch er kommt durch.

T18 2Konrad lließ sich durch nichts erschüttern, nahm sich die Zeit, die er brauchte.

Ich lief etwas verhaltener, aber es besserte sich langsam bei mir, doch richtig „durchziehen“ traute ich mich auch nicht. Mit einer Zeit von paar Min unter 7 Std erreichte ich einen Tagesplatz von 10-12. Die Strecke war heute sehr abwechslungsreich. Sie führte durchs Allgäu mit vielen offenen Wiesen und Weideflächen, aber auch bewaldete Straßen, Schotterwege und kleinere Trails waren dabei. Wir überquerten und begleiteten mehrmals den Lech. Am VP hinter Unterammergau trafen wir Evi Piehlmeier samt Begleitung, die uns anfeuerte. Das Bild zeigt sie mit Konrad. Als wir in Ettal an einer Eisdiele vorbeiliefen, gönnte ich mir den Luxus und ich nahm mir zwei Eiskugeln mit auf den Weg ….. einfach lecker!

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Die letzten Kilometer durch Garmisch

Irgendwann war ich dann tatsächlich in Garmisch im Ziel direkt am Kongresszentrum. Ich freute mich, als ich beim Zieleinlauf nochmals Evi entdeckte und sprang hoch zum Zielbanner – dabei fotografierte sie mich dann.

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Das Abendessen fand gleich nebenan statt, das Briefing dauerte heute etwas länger, da die ganzen Zugspitzmodalitäten geklärt werden (z.B. notwendige Pflichtausrüstung).

Text: Roland Krauss, Fotos Roland Kraus, Evi Piehlmeier

Holgers Tagesfazit:

Finish Stage 18/19 – my toughest running day ever. But I finished – tomorrow we climb the highest point of Germany. I don’t know how that should work.

Karls Tagesbericht:

Schluss, Aus, Finito! Nachdem ich gestern auf der 78km Etappe nach Füssen die letzten 50 km mit gekrümmten Rücken marschiert bin, was zu massiven Rückenschmerzen führte, bin ich heute nochmal gestartet. Aber an laufen war kaum zu denken und vom aufrechten Gang war ich meilenweit entfernt. Der ganze Rücken war Schmerz trotz dreier Ibos. Nach vier Stunden und 20 km später habe ich dann abgebrochen. Conny aber rennt und rennt…

Ausblick des Veranstalters auf die letzte Etappe:

Ab jetzt geht es nur noch Berg auf! Alle sind auf den morgigen Gipfelsturm gespannt. Um das Feld ein wenig zu entspannen, haben wir 4 Startgruppen. Um 5 Uhr, 6 Uhr, 7 Uhr und 8 Uhr wird gestartet. Heute konnten schon erste Erfahrungen für die Alpen auf dem Weg von Füssen nach Garmisch Patenkirchen gesammelt werden.

Link zum Deutschlandlauf Blog: Deutschlandlauf-Blog

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