K42 3Glück gehabt, mehrfach. Acht Tage Urlaub bekommen, trotz laufendem Konzert- und Theaterbetriebes. Und dann findet ausgerechnet in meinem Urlaubs- bzw. Trainingsort Paguera auf Mallorca auch noch genau zu der Zeit ein Trailmarathon statt, der Mallorca K42. Rennen der Salomon K42 Serie finden in Italien, Spanien und Südamerika statt. Noch einmal Glück gehabt, dass Mirko, der Leiter meines heimatliches Laufteam am Tag vorher aus seinem Trainingscamp aus Can Picafort anreiste, denn so musste ich nicht alleine laufen. Und noch einmal Glück: tagelang blauer Himmel!

K42 1
Start des K42 ist an einer alten Finca im Landesinneren. Danach geht’s gleich auf einen der höchsten Berge Mallorcas, den Galatzò (1027m), 1 ½ Stunden wandern und klettern. Als Belohnung gibt es einen herrlichen Ausblick über den gesamten Südwesten der Insel. Nach dem Abstieg vom Gipfel gibt es eine der wenigen Laufpassagen, die wellig durch einen wunderschönen Pinienwald bis zum Fuß des zweiten Berges, den Esclop (926m) führt. Wieder war klettern angesagt, und das inzwischen bei Temperaturen über 20°C. Eigentlich sollte das Rennen jetzt mit kleinen Umwegen zum Strand von Paguera gehen. Durch die starken Regenfälle der letzten Zeit ist der Weg dorthin aber nicht laufbar. Um die Kilometer voll zu bekommen, werden wir deswegen noch einmal zum Galatzò geschickt, zum Glück ohne die Kletterpassage.

K42 2

Mit Laufen hat das Ganze jetzt aber nichts mehr zu tun, eher mit Hüpfen und Stolpern von einem Stein zum anderen, und das bei inzwischen 25°C. Auch das Bergablaufen zum Ziel in Es Capdella ist kein Vergnügen, steil und steinig. Zurück an der Finca werden wir ein letztes Mal Richtung Galatzò geschickt, diesmal aber nur 250 Höhenmeter. Nach etwas über 8 Stunden waren wir heil aber müde im Ziel.

K42 445km 2520Hm, davon 20% gelaufen, 20% geklettert und 60% berghoch und runter gewandert, bzw. über Geröll gehoppelt. Die Belohnung waren tolle Ausblicke auf eine phantastische Landschaft. Jetzt weiß ich auch, warum die Serie „Adventure Marathon“ heißt.
Besonders hervorheben muss man die Organisation: Info, Transport, Verpflegung, alles perfekt.

 

Text und Bilder: Jan Förster, 13.4.2017

Nach oben scrollen