Kelheim0Vor zwei Jahren, ich hatte gerade mal in die Ultralaufszene hineingeschnuppert, startete ich zum ersten Mal in Kelheim. Es war damals ein 10Std-Lauf (bzw 100km). Es sollte eine Vorbereitung für meinen damaligen 100km-Biel-Plan sein. Wobei für mich damals klar war, dass ich in 10Std kann ich keine 100km schaffen kann, aber ich wollte wenigstens in die Nähe kommen.

Doch es kam eben alles anderes – selbst der aufkommende Regen konnte mich damals nicht stoppen und ich war richtig gut unterwegs. Bei KM 60,7 begann ich wilde Hochrechnungen, die jedoch alle zum Ziel kamen, ich könnte (kein großer Einbruch vorausgesetzt) die 100 km innerhalb der 10Std schaffen. So lief ich damals volllkommen unbekümmert einfach weiter was das Zeug hielt, bzw die Beine hergabe. In sage und schreibe 9:20 Std war ich bei meinem ersten 100er im Ziel. Der Vollständigkeit halber: In Biel konnte ich die Zeit dann noch auf 9:02 Std verbessern.

So fuhr ich am Sonntag, den 26.März wieder nach Kelheim – aus dem 10Std ist nun ein 6Std-Lauf geworden. Eine ideale weitere Vorbereitung also.

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Ein gewaltiger Vorteil war, dass ich die Strecke kannte: Eine Stadionrunde, dann raus und eine größere Runde um das Stadion, dabei ging es u.a. eine heftige Rampe hoch zum Rhein-Main-Donau-Kanal.

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Auf diesen Damm pfiff uns gelegentlich stärkerer Gegenwind um die Ohren. Doch ansonsten war es fast frühlingshaft warm – super Laufwetter!

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Weiterhin war mir bekannt, dass es dort entsprechend des geringen Startgeld, nur eine sehr einfache Läuferverpflegung gibt. Doch ich hatte mich entsprechend gewappnet – das klappte auch ganz gut, weil mich ein guter Lauffreund, Anton Lautner aus meiner Eigenverpflegung versorgte. Er war diesmal in einer Zweierstaffel mit seiner Lebensgefährtin unterwegs und hatte somit immer mal Luft, mir etwas zu reichen und nebenbei schöne Fotos zu machen.

Bei diesem Lauf gab es einige Besonderheiten: sehr viele Staffeln treten dabei an von Zweier- bis Zehner-Staffelläufer waren alle dabei, selbst einige (Nordic-)Walker nahmen die 2km-Runde in Angriff. Zudem gab es keine Restmeter-Vermessung – wer keine letzte komplette Runde mehr schafft, blieb im Ziel und hat einen Zeitvorteil gegenüber einen „Rundengleichen“.

Genauso war’s dann auch bei mir – als ich das letzte Mal auf das Ziel zulief, fehlten noch knapp 9Min auf die 6Std – das war für mich nicht mehr zu schaffen, so blieb ich am Ziel.

Doch vorher war ich passabel unterwegs – keinerlei Nachwirkungen von meinen vergangenen, intensiven Wettkämpfen und Trainingsläufen. Auch die Rampe zum Kanal hoch schaffte ich gut – ob sich wohl mein zusätzliches Krafttraining schon bezahlt macht? Ich konnte mein Tempo relativ hoch halten und lief auch zum Schluß noch viele KM in einer 5:30er Pace.

So kam ich auf 32 komplette Runden – was 64km in 5:51Std entspricht. Es bedeutete den 5 Gesamtplatz bei den Einzelstarter – somit war ich schon sehr, sehr nahe an meiner Leistung in Münster.

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Auch eine Feuerwehr-Staffel (in voller Montur) machte sich auf die 2km-Runde

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Im Ziel: von links Anton Lautner, Manfred Kranz, Henriette (Staffelpartnerin von Anton) und wieder mal ganz salzig: Roland

Text: Roland Krauss, Fotos: mit freundlicher Genehmigung Anton Lautner, 31.3.2017

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