7GM1Mit 7GM wird der Siebengebirgsmarathon abgekürzt; ein wunderschöner Landschaftsmarathon, der immer Mitte Dezember ausgerichtet wird. „Gebirge“ klingt ein wenig übertrieben, denn alpine Fähigkeiten werden von den zahlreichen Läuferinnen und Läufern, die dort auf die Halbmarathon- oder Marathonstrecke gehen, nicht verlangt, doch immerhin etwa 800 Höhenmeter gilt es zu absolvieren. Unter den etwa 300 Marathonläufern waren einige LG Ultralaufmitglieder und unter ihnen war Mario Luther, der an diesem Tag seinen 100. Marathon/Ultralauf absolvierte.
Mario ist jemand, der selten um Podestplätze mitläuft und noch seltener einen Lauf vorzeitig beendet. Er besticht durch seine fröhliche, gewinnende Art und wenn es sein muss auch durch seinen zähen Unbedingt-Finishen-Wille. 100 Marathons sind schon echt viel. Er hat sich 17 Jahre Zeit gelassen, um sie zu sammeln, dabei läuft der „echt kölsche Jung“ am liebsten in seiner Heimatstadt Köln, wo es mit dem dortigen Marathon und den Kölnpfadlauf auch gleich zwei seiner Lieblingsläufe gibt, die die Bandbreite seiner Strecken andeuten, denn gerne können auch ein paar Höhenmeter dazukommen. Aber so ganz glatt, krisen- und verletzungsfrei verlief seine Laufkarriere nicht, aber stets fand er dank seines beneidenswerten Willens und auch Disziplin in der Reha immer wieder den Weg auf die Laufstrecken zurück. So paarte sich am vergangenen Sonntag neben dem natürlich vorhandenen Stolz auch eine gewisse Dankbarkeit.

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Ein Teil der LG Ultralaufmitglieder vor dem Start. Dirk Minnebusch, ich, Raimond Slabon, Gabi Kenkenberg, die (noch) kein Vereinsmitglied ist, sondern für ihren Wiesbadener Verein startet, aber als nationale Spitzenläuferin überaus bekannt und beliebt ist und Christoph Janthur. Rai und Christoph sah ich nur am Start kurz, denn als ich ins Ziel kam waren die beiden schnellen Läufer längst angekommen und vermutlich schon zu Hause.

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Mit Katharina Bey war eine unserer Spitzenläuferinnen am Start. Sie konnte eine tolle Zeit von unter 4 Stunden erzielen und belegte damit einen Podestplatz in ihrer Altersklasse. Sie lief anfangs ein Stück mit Dirk, bevor sie beschleunigte und verschwand.

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Die erste Fotopause folgte für Sascha Mörth, Mario Luther und mich genau 20 Meter nach dem Start, denn heute ging es für Mario einfach darum, diesen besonderen Lauf möglichst lange zu genießen und für Sascha und mich, ihn dabei zu begleiten und zu unterstützen.
Bedauerlicherweise gibt es kein Bild von Doris Zachau, die ich kurz bei der Startnummernausgabe begrüßen konnte und die auch das Ziel erreichte. Es ist immer schön, abseits der großen Meisterschaften viele Vereinsmitglieder zu treffen und sich mit ihnen auszutauschen.

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Dieses Foto entstand beim ersten Verpflegungspunkt, als die ausgelassene Freude und die Kraft-Reserven noch nahezu unendlich schienen.

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Doch auch für einen Ultraläufer muss ein Marathon erst einmal gelaufen werden und die Anstiege, selbst, wenn sie nicht wirklich steil waren, gewannen an Böshaftigkeit. Letztendlich musste keiner von uns ans Limit gehen, um DEUTLICH unter 5 Stunden wieder zurück in das Bürgerhaus nach Aegidienberg zu kommen, wo dann eine kleine Feier stattfand.

7GM7Dort wurde Mario neben dem auf dem ersten Bild zu sehenden Gewürzkuchen mit Gratulationsorden mit einem Fotoalbum beschenkt. In mühsamer Kleinarbeit hatte Sascha lange im Vorfeld Fotos Marios Laufkarriere gesammelt und ein wunderbares Album erstellt. Die anwesenden Vereinskollegen und Freude konnten dann noch einen Gruß hereinschreiben, so dass es ein wertvolles Andenken an diesen besonderen Tag wurde.
Super, Mario!

Text Michael Irrgang, Fotos von Mario Luther und Michael Irrgang, 13.12.2016

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